FAQ

Kann das LOGO im Ausdruck der Messresultate der Software LEVELSOFT PRO meinen Bedürfnissen angepasst werden?

Antwort

Ja
Im Handbuch "LEVELSOFT PRO" ist im Abschnitt "Messdaten drucken" der Vorgang beschrieben, wie ein eigenes LOGO erstellt und in den Kopf des Protokolls eingesetzt werden kann.

Es ist sicher zu stellen, dass die neueste Version der Software LEVELSOFT PRO installiert ist. Das letzte Update kann von unserer Homepage kostenlos herunter geladen werden.

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Bei der Installation sind die entsprechenden Hinweise zu beachten.
Im Handbuch LEVELSOFT PRO ist das Vorgehen zur Änderung des Protokollkopfes dargelegt im Kapitel „Messdaten drucken“. (Die neueste Version des Handbuches kann auch vom Internet herunter geladen werden)

Die Kopfdaten im Messprotokoll können damit den Kundenanforderungen entsprechend geändert werden.

Folgende Hinweise sind zu beachten:
Die Grösse des Logos muss 2400 x 220 Pixel sein (Druckerqualität möglichst 300 dpi), erstellt mit einem Grafik-Programm wie (z.B. Corel Draw). Die Grafik muss im Format „*.png“ (Portierbare Netzwerk Grafik) abgespeichert sein. Der Grafikhintergrund wird am besten transparent erstellt. Die Grafik wird am besten im Verzeichnis LOGOS der Software LEVELSOFT PRO abgespeichert.

Diese Grafik wird in eine Messvorlage oder eine fertig gestellte Messung unter dem Befehl „Drucken“ eingefügt. Mit diesem Befehl werden die Kopfdaten angezeigt und im Fenster ist unten links ist ein Icon sichtbar, „Standardtext/Logo“ laden. Beim Klicken auf dieses Logo öffnet sich eine Verzeichnisbox in welcher das erstellte Logo gesucht werden muss. Mit Klick auf das gewünschte Logo erscheint dieses in der geöffneten Druckvorlage. Hier kann die Änderung kontrolliert werden.

Nach diesen Vorgängen wird das Logo, bis zu einer erneuten Änderung, automatisch in jedem Protokoll eingesetzt.

Hinweis:
Das Einfügen von Standardtext geschieht auf die gleiche Weise

LEVELMETER 2000 / Beim LEVELMETER 2000 können

  • nicht alle Einheiten angezeigt werden
  • Die Einheit Relative Basis kann nicht eingestellt werden
  • Nach einigen unterschiedlichen Einheiten erscheint: Error
Antwort

Diese Situation deutet daraufhin, dass ein Reset am Levelmeter 2000 durchgeführt werden sollte.

Den Reset nehmen Sie wie folgt vor:

  • Kein Sensor ist am Levelmeter 2000 angeschlossen
  • Levelmeter ist eingeschaltet
  • Bei eingeschaltetem Levelmeter gleichzeitig die Knöpfe ON/MODE und ENTER drücken und gedrückt halten bis auf dem Display ein kleiner Punkt erscheint, dann die Bedienknöpfe loslassen
  • Es erscheinen eine Anzahl kleine Punkte nacheinander, am Ende erscheint "Error"

Nun ist der Reset durchgeführt und die Einstellungen sollten normal funktionieren. Alle Einheiten können jetzt angewählt werden, dazu gehrt auch die Auswahl einer relativen Basislänge.

Kann das Messprogramm LabView von National Instruments mit den WYLER Messgeräten verwendet werden?

Antwort

Ja.

Im Menü "SW Download" können sogenannte VI's für die diversen Messgeräte der Firma WYLER AG herunter geladen werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Winkel und einer Neigung?

Antwort

Unter der Rubrik "Technologien / Grundlagen finden Sie die entsprechenden Erklärungen

Wo können die WYLER-Produkte in den europäischen Ländern und weltweit bezogen werden?

Antwort

Die Firma WYLER AG ist in allen wichtigen Ländern dieser Erde durch eine kompetente Organisation vertreten. Weitere Informationen finden Sie im Untermenü „Vertretungen"

Wie kann ich den neuesten Stand der WYLER-Software erhalten?

Antwort

Auf der WYLER Homepage sind alle Updates unserer verschiedener Software kostenlos erhältlich
unter "Software / SW Download"

Meine WYLER Geometrie-Software Levelsoft PRO zeigt eine konvexe Form des Objektes an. In Wahrheit ist am Werkstück jedoch eine konkave Abweichung vorhanden.

Antwort

Wahrscheinlich haben Sie die beiden Messgeräte oder die beiden Messkanäle verwechselt.

  1. Kontrollieren Sie am Bildschirm die Statuszeile für gewähltes Messgerät
  2. Kontrollieren Sie dass auch wirklich das Messgerät und nicht das Referenzgerät verschoben wird
  3. Kontrollieren Sie ob der Griff (oder der Kabelanschluss) in die Verschieberichtung zeigt

Das Clinotronic plus zeigt immer OVER

Antwort

Die häufigste Ursache ist die falsche Einstellung der Messeinheit.

Die Einheit ist z.B. auf absolute eingestellt und die Einheit mm/m gewählt. Dadurch ist häufig der Messbereich bereits überschritten, da der maximale Messbereich in dieser Einheit lediglich 99,99 mm/m ist. Meist ist die Unterlage bereits ausserhalb dieses Messbereichs.

Mein Clinotronic zeigt bei der Einheit mm/m nur ca. 1/10 der Neigung an

Antwort

fen Sie die Anzeige, wenn Sie zwei Auswahlanzeiger (kleine Balken am unteren Rand der Anzeige) sehen so steht der rechte der beiden bei der Markierung REL. BAS.

Sie haben die Einheit mm/relativer Basislänge gewählt. Mit ON/MODE und SELECT die korrekte Einheit (mm/m) wählen.

Wie gross darf die Nullpunktabweichung bei einer neuen Wasserwaage sein?

Antwort

Die WYLER Präzisions-Wasserwaagen werden nach DIN 877 geprüft, dabei gelten die folgenden Vorgaben:

Skalenteilungswert
bis 50 µm/m, bzw. 10 Arcsec

horizontal: 10 µm/m
vertikal: 20 µm/m

 

über 50 mm/m, bzw. 10 Arcsec

horizontal: L < 100 mm 2/5 Skalenteil
horizontal: L > 100 mm 1/5 Skalenteil
vertical: L < 100 mm 1/1 Skalenteil
vertical: L > 100 mm 1/2 Skalenteil

Welche Wasserwaage kann ich benutzen zur Messung einer Welle mit 130mm Durchmesser?

Antwort

Standardabmessungen prismatischer Basen für Messungen auf Wellen

Basislänge  L B P Messbarer
Wellendurchmesser
100mm 30mm 21mm 17...80mm
100mm 32mm 22mm 17...84mm
150mm 35mm 24.5mm 17...94mm
200mm 40mm 28mm 19...108mm
250mm 45mm 31.5mm 19...120mm
300mm 50mm 35mm 22...135mm
500mm 60mm 42mm 22...160mm

 

Weitere nützliche Hinweise zur Handhabung von Neigungsmessgeräten finden Sie im Handbuch "Neigungsmessung GESTERN - HEUTE - MORGEN" / BASIC.DOC, das Sie unter der Rubrik „Handbücher" herunterladen können.

Batterien:

  • Wo erhalte ich Batterien Typ TR164 / 5,4 V für das MINILEVEL A10?
  • Wo erhalte ich eine Ersatzbatterie Nr. 4924/987 - 4,05 V für NIVELTRONIC?
Antwort

Wie wird die aktuelle Neigung an einer Präzisions-Wasserwaage abgelesen?

Antwort

Die Empfindlichkeit einer Präzisions-Wasserwaage, die mittels Teilstrichen auf der Libelle aufgebracht ist, entspricht der Neigungsänderung der Unterlage, wenn die Blase um einen Teilstrich wandert.

Es bestehen grundsätzliche Unterschiede zwischen einer Europäischen und einer US Präzisions-Wasserwaage.  Bei US Präzisions-Wasserwaagen werden die Empfindlichkeiten in inch per foot oder in inch per 10 inch oder 12 inch angegeben. Oft weisen diese Wasserwaagen eine Basislänge von 10 inch oder 12 inch auf.

Bei Europäischen Präzisions-Wasserwaagen wird die Empfindlichkeit immer in mm/m angegeben, unbeachtet der Basislänge des Messgerätes. für genaue Messungen muss die Präzisions-Wasserwaage vor jeder Messung mittels Umschlagmessung "genullt" werden. Legen Sie die Wasserwaage auf die Unterlage, die gemessen werden soll. Warten Sie einige Sekunden! Lesen Sie nun den Wert anhand der Position der Blase gegenüber den Teilstrichen an der Libelle ab. Drehen Sie nun die Wasserwaage um 180 und platzieren Sie diese am selben Ort wie vorher. Warten Sie wiederum einige Sekunden! Lesen Sie nun den Wert anhand der Position der Blase gegenüber den Teilstrichen an der Libelle ab. Berechnen Sie den Durchschnitt der beiden gemessenen Werte. Dieser entspricht der aktuellen Neigung der Unterlage.

Warum vor dem Ablesen warten?
Bedenken Sie, dass die Blase einer hochempfindlichen Präzisions-Wasserwaage ungefähr 30 Sekunden benötigt, um in die endgültige Position zu gelangen!

Beim Messen mit hochempfindlichen Präzisions-Wasserwaagen ist es wichtig, dass das Messgerät und das Mess-Objekt dieselbe Temperatur haben. Stellen Sie das Messgerät, in diesem Fall die Präzisions-Wasserwaage auf das zu messende Objekt und räumen Sie genügend Zeit für eine Akklimatisation ein. Tragen Sie für die Messung idealerweise Handschuhe.

Warum ist bei der Verwendung der Anzeigeeinheit [mm/m] die angezeigte Differenz bei einer Differenzmessung kleiner als die tatsächliche Neigung?

Antwort

Dieser Effekt tritt nur bei relativ grossen Neigungen >5° auf. Bei kleinen Neigungen entspricht der Messwert in Radian [Rad] sehr genau dem Messwert in [mm/m]. Bei grösseren Neigungen steigt der Unterschied zwischen [mm/m] (entspricht dem Tangens eines Winkels) und [Rad] dagegen sehr schnell an. Bei einer Differenzmessung bei grossen Neigungen und einer zu erwartenden Differenz im gleichen Bereich ist daher der Unterschied nicht mehr vernachlässigbar. So beträgt der Fehler beispielsweise bei 10 ca. 1% und bei 30 grad schon 10%.

Deshalb sollten bei Differenzmessungen ab einer Neigung von ca. 5° und einer erwarteten Differenz von 5° eine andere (auf Bogenmass basierende)  Anzeigeeinheit verwendet werden. z.B. [mRad].

  • Wie lange muss man vor der ersten Messung warten?
  • Wie weiss man, dass die Messinstrumente und das zu messende Objekt die gleiche Temperatur haben?
Antwort

Grundsätzlich gilt folgendes:

  • hochpräzise Messungen sind nur möglich, wenn die Instrumente und das zu messende Objekt die gleiche Temperatur haben
  • je grösser der Temperaturunterschied, desto länger muss gewartet werden: Beispiele:

    • Die Instrumente wurden über Nacht im Winter bei Temperaturen unter 0°C im Auto gelassen und das Messobjekt hat 20° C: Wartezeit:
      4 ... 6 Stunden.
    • Die Instrumente wurden im Sommer im Auto an der Sonne bei Temperaturen über 30°C gelassen und das Messobjekt hat 20°C: Wartezeit 3 ... 5 Stunden

  • Bei Messungen an grösseren Objekten, empfehlen wir, die Instrumente am Vorabend auf die Maschine oder die zu messende Platte zu stellen.

Um sicher zu sein, dass die Instrumente und das Objekt die gleiche Temperatur haben, empfehlen wir folgende Test-Messung:

  • die Instrumente werden am PC angeschlossen
  • in der Software Levelsoft wird eine einzelne Linie mit 20 Messungen gewählt (z.B. Schrittlänge 130 bei einer Basislänge von 150mm und 20 Schritte)
  • anschliessend werden die 20 Messungen ausgelöst OHNE die Instrumente zu bewegen
  • die Instrumente sind akklimatisiert und stabil und man kann mit der eigentlichen Messung beginnen, wenn

    • die Werte am Display der Geräte innerhalb eines Digits bleiben. Bei einem 1μm/m Gerät bedeutet das, dass die Werte innerhalb 1μm/m bleiben. Umgerechnet auf eine typische Basislänge von 150mm sollte die maximale Variation in der Grössenordnung von 0.15μm liegen (siehe auch 2. Kolonne der Messwert - Anzeige in der Software Levelsoft PRO). Damit sollte auch die Geradheit der Linie innerhalb etwa 0.15μm liegen
      und
    • die Graphik weder eine konkave noch eine konvexe Kurve darstellt

Was ist der Unterschied zwischen Schrittdistanz und der Länge der Messbasis?

Antwort

In der Software Levelsoft PRO wird der Ausdruck Schrittdistanz verwendet:

Wie kann man mit einer Basis von 150mm Länge eine Schrittdistanz von 125mm erreichen?

Antwort:

Beim Messen von Geradheit und Ebenheit dürfen die einzelnen Messungen nicht Stirn an Stirn ausgeführt werden, sondern die Schritte müssen überlappen. Nur so können optimale und reproduzierbare Messergebnisse erreichet werden.

Als Beispiel hier ein Bild der Basis Typ 122, welche sich sehr gut für Ebenheitsmessungen eignet (horizontale flache und gehärtete Stahlbasis mit Staubnuten, präzise geläppt, übrige Flächen verchromt, ohne Magneteinsätze, mit zwei Bohrungen Ø 7 mm)

Eine Basis Typ 122 mit einer Länge L = 150mm hat eine Aussparung der Länge L1 = 100mm. Die optimale Schrittdistanz mit Überlappen ist 126mm. Mit einer minimalen Einbusse an Genauigkeit, kann jedoch auch mit Schrittdistanzen von 120 bis 145mm gemessen werden.

Wie kann die Ebenheit einer Kreisfläche gemessen werden?

Antwort

Die Software MT-Soft beinhaltet bereits eine Standard-Funktion, welche diese Messaufgabe optimal löst.

 

Es kann sowohl die Ebenheit von einfachen Kreisflächen als auch von Doppelkreisen gemessen werden. Als weitere Option kann bei breiten kreisförmigen Auflagen die Querneigung (Twist) ebenfalls gemessen werden

Die Software berechnet nicht nur die absolute Lage im Raum der kreisförmigen Flächen, sondern auch die Ebenheit nach ISO 1101.

Wie kann die Ebenheit einer Teilfläche gemessen werden?

Antwort

In der Software Levelsoft Pro findet man im Menü Ebenheitsmessung neben dem Standard WYLER Grid auch die Funktion „Partiell“. Diese Funktion erlaubt es eine rechteckige Fläche an das zu messende Objekt anzupassen.



Durch Anklicken von einzelnen Verbindungen innerhalb des Messrasters können jene Teile der Fläche entfernt werden, welche nicht gemessen werden sollen. Typischerweise sind das Stellen, an denen Löcher oder Schäden eine genaue Messung verhindern oder falls Teile fest auf der Oberfläche montiert sind.


Folgende Punkte sind zu beachten:

  • je mehr Verbindungen und Kreuzungspunkte entfernt werden, desto grösser wird die Messunsicherheit
  • Das zu messende Objekt sollte so gedreht werden, dass die linke untere Ecke so intakt wie möglich bleibt um die Messunsicherheit zu minimieren

Wie unterscheiden sich ZEROTRONIC und BlueLEVEL / Minilevel NT?

Antwort

Bei Anwendungen:

BlueLEVEL / MINILEVEL NT eignen sich hervorragend, wenn Geometrie-Messungen an unterschiedlichen Objekten und an verschiedenen Standorten durchgeführt werden. Dabei ist die hervorragende Dämpfung, welche dafür sorgt, dass auch bei erheblichen Störungen (Vibrationen) eine stabile Anzeige erreicht wird, von besonderem Vorteil. Die Geräte sind mit verschiedenen, präzisen Messbasen lieferbar, so dass die Geräte für die meisten Ebenheits- und Geometriemessungen ohne weiteres Zubehör einsetzbar sind. Für Anwendungen im Freien bei extremen Umgebungsbedingungen sind diese Geräte weniger geeignet.

ZEROTRONIC bieten sich besonders für Anwendungen mit erhöhter Messgeschwindigkeit an. ZEROTRONIC sind für Einsätze im Freien unter erschwerten Bedingungen besonders geeignet. Für Einsätze im differenziellen Betrieb, an bewegten Objekten (z.B. schwimmenden Objekten) ist die präzise Synchronisation, welche mit ZEROTRONIC möglich ist, Voraussetzung für hervorragende Ergebnisse. ZEROTRONIC erlauben es Betriebszustände, Produktionsgeschwindigkeit und damit verbunden die Integration von Messungen im Sensor selbst, mittels Bus-Kommandos, den Bedürfnissen anzupassen. Damit eignen sich ZEROTRONIC ebenfalls für Lageüberwachungen (Verschiebungen im Untergrund, Neigung von Gebäudeteilen etc.). BlueMETER oder LEVELMETER2000 versetzen ZEROTRONIC in einen Betriebsmodus, welcher zusammen mit der Firmware in den beiden Auslesegeräten ähnliche Resultate wie BlueLEVEL / MINILEVEL NT erzeugt. Auf Grund der geringen Baugrösse und des geringen Gewichts, können ZEROTRONIC bei Bedarf an Stelle von BlueLEVEL / Minilevel NT eingesetzt werden.

Bei Erzeugung der Messwerte:

BlueLEVEL / MINILEVEL NT

Messwerte werden grundsätzlich nach analogem Prinzip erzeugt. Digitale Komponenten dienen der Signalaufwertung und stellen Speicher für Kalibrierung etc. zur Verfügung. Die Pendelposition wird differentiell, zeitgleich erfasst und analog weiterverarbeitet. Die ermittelten Neigungen werden digital weitergegeben. Vorteile: Gleichzeitige, differenzielle Erfassung der Pendelposition und entsprechende Filter machen diese Geräte unempfindlich gegenüber einem breiten Spektrum von Vibrationen. Die Geräte eignen sich dadurch besonders für Einsätze an unterschiedlichen Objekten in unterschiedlichen Umgebungen.

ZEROTRONIC
Messwerte werden in digitaler Technologie erzeugt. Die digitale Erfassung der Pendelposition folgt einem präzisen, sehr schnellen zeitlichen Ablauf. Die erzeugten Frequenzen werden durch Zählen erfasst und mathematisch weiterverarbeitet. Ein und derselbe Oszillator wird zur differenziellen Erfassung der Pendelposition eingesetzt.

Vorteile: Präziser zeitlicher Ablauf, sowie mathematische Verarbeitung, erlauben schnelle Messwerterfassung und präzise Synchronisation. Der Einsatz eines einzigen Oszillators für die Erfassung beider Frequenzen erlaubt die Reduktion von temperaturabhängigen Fehlern über grosse Temperaturbereiche.

 

Fehlergrenzen nach DIN 2276 Teil 2 / Elektronische Neigungsmesseinrichtungen

Antwort

Legende:

Messwert  = Die gemessene Neigung
Endwert = Die maximal messbare Neigung
Einheiten = Kleinster Anzeigeschritt (1;5;10 µm/m oder 0.2;1;2 Winkelsekunden)

 

Fehlergrenzen:
Für Neigungen bis zum ½ Endwert gilt 1 % vom Messwert, mindestens jedoch 0.05% vom Endwert

  • Für BlueLEVEL gilt WYLER Werksfehlergrenze 0.005%

  • Für BlueLEVEL BASIC gilt WYLER Werksfehlergrenze 0.01%
    Für Neigungen grösser als ½ Endwert gilt: 0.01 X (2 X Messwert – 0.5 X Endwert)
    Messbereich I bei MINILEVEL NT ist ± 500 Einheiten, grössere Neigungen als Information.

Brauche ich wirklich einen Granit-Master um mit einem Winkel-Gerät die Rechtwinkligkeit genau bestimmen zu können?

Antwort

Die horizontalen und vertikalen Basen eines Winkelgerätes – z.B. eines BlueLEVEL mit einer  Basis Typ 243 – wird von Hand auf einen Winkelfehler von weniger als ±10 µm/m (mit Magneten ±15 µm/m) geschabt (gilt für ein 1µm/m Gerät) . Der genaue Wert ist aus dem zugehörigen (optionalen) SCS Prüfprotokoll ersichtlich. Dieser Wert gilt natürlich nur bei der im Protokoll angegebenen Temperatur! Ändert sich die Temperatur, so ändert sich auch dieser Winkelfehler!

Damit man an einem bestimmten Tag bei einer bestimmten Temperatur die Rechtwinkligkeit exakt gemessen werden kann, muss der zu diesem Zeitpunkt geltende Winkelfehler des Instruments bestimmt werden. Hierzu braucht es einen genauen Winkel-Master. Mit Hilfe dieses Masters und der folgenden Formel kann der exakte Winkelfehler berechnet werden:

Kann man mit magnetischen Messbasen präziser messen?

Antwort
  • Für magnetische Winkelmessbasen gilt bereits bei der Herstellung eine um 30% grössere Rechtwinkligkeitstoleranz als dies für Standard Basen der Fall ist. Bei der Haftung durch die eingebauten Magnete und dem Anlegen an nichtmagnetische Objekte (Gewicht am Griff getragen) finden unterschiedliche Deformationen der Messbasengeometrie statt.

  • Selbstverständlich ist eine vertikale, magnetische Messbasis nicht auf die ruhige Hand des Messtechnikers angewiesen. Für Einstellarbeiten kann dies von grossem Nutzen sein. Wird ein schrittweises Verschieben der Messbasis für senkrechte Ebenheits- und Rechtwinkligkeitsmessungen nötig, so ist die enorme Haftreibung der magnetischen Messbasis hingegen hinderlich.

  • Sollte ein Gerät mit eingebauten Magneten ein einziges Mal nicht von der Seite aufgeschoben werden, sondern frontal aufgebracht werden (schlagartiges Aufsetzen!), so ist die Rechtwinkligkeit der Messbasis nicht länger gewährleistet.

  • Für Rotationsmessungen (Rollen und Stampfen) eignen sich magnetische Messbasen hervorragend, speziell dann, wenn nur senkrechte Flächen zum Anbringen der Geräte zur Verfügung stehen.

FAQ / CLINOTRONIC PLUS (Fehlergrenzen)

  • FAQ / CLINOTRONIC PLUS (Fehlergrenzen)Wie muss ich die Toleranzangabe 2 Winkelminuten + 1 Digit verstehen?
  • Wie viel ist ein Digit?
Antwort
  • Die Fehlergrenze bezieht sich auf den gesamten Messbereich und beträgt 2 Winkelminuten plus ein Digit (1 Ziffernschrittwert).

  • Bei der Einheit XX°XX‘ entspricht das einer Fehlergrenze von 2 Winkelminuten + 1 Winkelminute oder total 3 Winkelminuten.

  • Bei der Einheit XX.XX mm/m entspricht das 2 Arcmin. +0.02 mm/m oder ziemlich genau 2 Winkelminuten und 4 Winkelsekunden


Warum ist das so?

  • Bei gewählter Einheit XX.XX mm/m ist der Messbereich durch die maximal mögliche Anzeige auf 99.99 mm/m begrenzt (knapp 5.7°).

  • Da sich Fehler am ehesten bei grossen Neigungen ergeben, ist somit dem eingeschränkten Messbereich bei XX.XX mm/m Rechnung getragen.

CLINOTRONIC PLUS (Auflösung)

  • Welche Auflösung gilt beim CLINOTRONIC Plus?
  • Was bedeutet “max. 0.02 mm/m“ oder ungefähr “0.025 mm/m“?
Antwort

Die Auflösung für die Anzeige des CLINOTRONIC Plus ist durch die Firmware limitiert. Dies, damit verhindert wird, dass Kunden Erwartungen haben, welche auf Grund der Qualität der Messbasen nicht erfüllt werden können.

Die Limitation ist 5 Winkelsekunden oder bei anderen Masseinheiten der nächst bessere mögliche Ziffernschrittwert. (Bei mm/m ist das 0.02 mm/m; bei dezimal Grad 0.01° u.s.w.)